Zwischen den Welten
Zur Zeit herrschen seltsame Energien,
mehr und mehr ist zu spüren dass in der Welt etwas vor sich geht.
Ich habe momentan das Gefühl intensiver als sonst mit dem Thema Tod und Sterben in Berührung zu kommen.
Die Medien sind voll von Berichten über Menschen die trauern,
nicht nur um Weltstars,
manchmal auch um ihre Kinder, Mütter oder Väter
die plötzlich und unerwartet aus dem Leben gegangen sind,
aus verschiedensten Gründen.
Warum es mich beschäftigt?
Auch aus verschiedensten Gründen.
Mein Liebster denkt zur Zeit wieder sehr oft an seine geliebte Mama,
die uns auch vollkommen unerwartet, noch garnicht alt, im Jahre 2006 verließ.
Ich selbst sah meine Mama vor kurzem nach vielen Jahren das erste mal wieder,
und manchmal frage ich mich schon,
wie schnell kann es meine Mama sein, die aus der Welt geht?
Denn nur weil sie meine Mama ist, heißt ja nicht,
dass sie länger da ist als andere Mamas.
Bei diesem Besuch lagen auf dem Tisch meiner Mama Fotos
von meiner Oma und meinem Opa.
Ich erinnerte mich.
Zwei Menschen die ich persönlich kannte,
auf dessen Schoß ich gesessen hatte.
Doch sie sind diesen letzten Weg schon vor einigen Jahren gegangen,
waren ganz plötzlich nicht mehr da,
als hätten sie sich in Luft aufgelöst,
als würde ihr Universum nicht mehr existieren…
Warum es mich noch viel mehr beschäftig?
Ich habe gestern erfahren, dass am vergangen Sonntag
ein noch relativ junger Mensch völlig unerwartet bei einem Unfall ums Leben kam,
es war jemand den ich persönlich kannte.
Zwar keine Familie und auch kein Freundeskreis,
aber dennoch ein Mensch der noch vor wenigen Wochen
völlig lebendig, gesund und leibhaftig vor mir stand.
Mir gehen viele Gedanken durch den Kopf.
Normalerweise gehen wir alle wie selbstverständlich
unserem täglichen Tagesgeschehen nach.
Wir stehen jeden Morgen wie selbstverständlich auf
und tun die Dinge, die wir immer tun,
meistens ohne besonders viel darüber nachzudenken.
Meist haben das auch die Menschen getan, welche bei Unfällen
oder anderen tragischen Ereignissen
auf einen Schlag aus dem Leben gerissen wurden.
Sie wussten an besagten Morgen nicht,
dass sie nie mehr in ihr Bett würden schlafen gehen können.
Man hört fast jeden Tag von schlimmen Unfällen auf der Autobahn,
bei denen es nicht selten auch Tote gibt,
viele von ihnen völlig unverschuldet.
Als diese Menschen ins Auto stiegen, ahnten sie nicht,
dass sie ihr zu Hause nicht mehr lebendig erreichen würden…
Und diese Menschen sind Menschen wie wir,
tagtägliche Zeitgenossen,
wie schnell kann es da wohl auch die eigene Familie treffen?
wie schnell kann selbst für uns persönlich diese Reise auf der Erde mit einem Schlag zu Ende sein?
Niemand von uns weis es.
Und natürlich ist das auch gut so.
Aber gerade aus diesem Grund finde ich,
sollten wir jeden Augenblick, den wir in dieser Welt des Lernens und der Materie erhalten,
ganz bewusst mit Leben füllen.
Denn wir wissen nicht, ob wir die nächste Autobahnabfahrt noch erreichen,
die anderen wussten es auch nicht,
und bestimmt hätten sie gern noch viele Dinge erledigt.
Besinnen wir uns auf jeden wunderschönen Morgen,
der uns wieder und wieder geschenkt wird.
Denn nur weil wir vielleicht noch jung sind, garantiert uns nicht, dass wir noch viel Zeit haben,
auf unserer momentanen Lebensreise.
Jede Minute ist unendlich kostbar,
und an jedem einzelnen Tag können wir besondere Dinge für uns und unser Leben tun.
Lassen wir uns nicht aufhalten,
denn unser Leben, jedes Leben, ist eine einzigartige Chance,
etwas schönes zu vollbringen.
Der Übergang zwischen den Welten wird immer fließender.
