Das Herz Sutra
September 21st, 2009Seit einiger Zeit befasse ich mich wieder intensiv mit der Reiki Energie.
Zu diesem Thema habe ich nun wieder ein Buch gelesen, in dem sich auch ein wunderschöner Auszug des Herz Sutra befindet.
Das Herz Sutra ist eine alte Schrift aus dem Buddhismus und befasst sich mit der Weisheit der Leere.
Ich lese folgende Verse jeden Morgen für mich laut und bewusst vor und erlange durch diese Worte jedes mal eine wunderbare Leichtigkeit in meinem Herzen.
Das Herz Sutra
1 Die Invokation
Huldigung der vollkommenen Weisheit, der Lieblichen, der Heiligen!
2 Das Vorwort
Avalokita, der heilige Herr und Bodhisattva bewegte sich im tiefen Kreis der Weisheit, die Jenseits (des Verstandes) ist. Er sah von weit oben herab, erblickte nichts als fünf Haufen und er sah, dass sie in ihrem Wesen leer waren.
3 Die Dialektik der Leere. Erste Phase.
Hier, o Sariputra, Form ist Leere, und diese Leere ist Form; Leere unterscheidet sich nicht von Form, Form unterscheidet sich nicht von Leere; was auch immer Form ist, das ist (auch) Leere, was auch immer Leere ist, das ist (auch) Form. Dasselbe ist wahr für Gefühle, Wahrnehmung, Impulse und Bewusstsein.
4 Die Dialektik der Leere, Zweite Phase.
Hier, o Sariputra, sind alle Dharmas mit Leere markiert; sie werden nicht gemacht oder gestoppt, sind nicht verschmutzt oder rein, nicht unzulänglich oder komplett.
5 Die Dialektik der Leere. Dritte Phase.
Deshalb, o Sariputra, in der Leere ist weder Form, noch Gefühl, Wahrnehmung, Impuls oder Bewusstsein; keine Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper, Verstand; keine Formen, Geräusche, Gerüche, Geschmäcker, Berührbares oder Objekte des Verstandes; kein Seh-Organ-Element, und so weiter, bis wir erreichen: kein Verstand-Bewusstseins-Element; dort ist kein Unwissen, kein Tilgen des Unwissens und so weiter, bis wir erreichen: da ist kein Verfall und kein Tod, kein Auslöschen von Verfall und Tod; da ist kein Leiden, keine Entstehung, kein Stoppen, kein Weg; da ist keine Erkenntnis, kein Erreichen und kein Nicht-Erreichen.
6 Die konkrete Verkörperung der Leere und die praktische Basis der Leere
Deshalb, o Sariputra, ist es auf Grund seiner Gleichgültigkeit gegenüber jeglichem persönlichem Erreichen, dass ein Bodhisattva, dadurch, dass er sich auf die Perfektion der Weisheit gestützt hat, ohne Gedanken-Beläge lebt. In der Abwesenheit der Gedanken-Beläge wurde er nicht zum Zittern gebracht, er überwand was unbehagen verursachen kann, und am Ende erreichte er das Nirvana.
7 Volle Leere ist die Basis auch des Buddhatums
All die jenigen, die in den drei Zeitperioden als Buddhas erscheinen, (sind) völlig bewusst bis zu Höchsten, richtiger und perfekter Erleuchtung, weil sie sich auf die Perfektion der Weisheit gestützt haben.
8 Die Lehre in Reichweite der vergleichbar Unerleuchteten gebracht
Deshalb sollte man die Prajnaparamita als den großen Zauberbann, den Zauberbann des großen Wissens, den unvergleichlichen Zauberbann, den Zerstörer allen Leidens in der Wahrheit (er)kennen, – denn was könne daneben gehen? Mit der Prajnaparamita wurde dieser Zauberbann vorgetragen. Er geht folgendermaßen: weg, weg, weg im Jenseitigen, weg ganz und gar im Jenseitigen, o, was für ein Erwachen, (euch) allen Heil! Dies bedeutet das Herz der perfekten Weisheit.
Aus dem Buch: Original Reiki-Handbuch des Dr. Miako Usui – Frank A. Petter




